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ISEA2010 RUHR Performance | Xavier Le Roy

Fr 20 & Sa 21 August 2010, 21 Uhr
PACT Zollverein, Essen
Große Bühne

Xavier Le Roy, Le sacre du printemps, 2007
Choreografie & Musik, 2007

Angeregt von der Filmdokumentation einer Probe der Berliner Philharmoniker (Rhythm is it), begann der Choreograf Xavier Le Roy, sich mit Stravinskys Klassiker „Le Sacre du Printemps" zu beschäftigen. Ohne eigene musikalische Ausbildung begab sich Le Roy in ein langwieriges Studium von Rattles Interpretation, so, als handele es sich dabei um eine eigenständige Choreografie. Dabei verkehren sich Ursache und Wirkung: Gesten und Bewegungen des Dirigenten, die eigentlich zur Synchronisation der Musiker bestimmt sind, scheinen von der Musik selbst hervorgebracht zu werden. Wann spielt man und wann wird man gespielt? Was hören die Musiker, der Dirigent und die Zuschauer, wenn das Hören selbst Teil eines verkörperten, zwangsläufig innerlichen Erlebnisses von Bewegung und Klang wird? Welches ist der Augenblick vor und nach dem Klang, der Bewegung, der Absicht, sich zu bewegen, der Motorik des Spiels?

Uraufführung: 27 Juni 2007, Les Subsistances (Lyon) Konzept und Performance: Xavier Le Roy Musik: Igor Stravinsky Klangregie: Peter Boehm Aufnahme: Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle

Künstlerische Mitarbeit: Berno Odo Polzer, Bojana Cvejic Produktion: Le Kwatt und in situ productions Koproduktion: Centre chorégraphique national de Montpellier Languedoc-Roussillon (Xavier Le Roy - associated artist 2007/08), Les Subsistances / Residence (Lyon), Tanz im August – Internationales Tanzfest 2007 (Berlin), PACT Zollverein (Essen)

Gefördert durch das Nationale Performance Netz aus Mitteln des Tanzplans Deutschland der Kulturstiftung des Bundes

Über den Künstler

Xavier Le Roy (fr)

Xavier le Roy ist seit 1990 promovierter Molekularbiologe und arbeitet seit 1991 als Choreograf. Mit seinen Soli Self Unfinished, 1998 und Product of Circumstance, 1999 hat Le Roy für den Tanz nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern durch seinen individuellen Ansatz den wissenschaftlichen Körperdiskurs radikalisiert. Der Körper erscheint als eine Praxis kritischer Notwendigkeit. Seine Arbeiten entstehen in einem Forschungsprozess und thematisieren gleichzeitig seine eigene (körperliche) Verwicklung. Neben Christian Bourrigault hat er u.a. mit der Gruppe Detektor, Laurent Goldring, Alain Buffard, Marten Spangberg, Lindy Annis, Bernhard Lang und Eszter Salamon gearbeitet.

Zu seinen Werken gehören u.a. Narcisse Flip, 1997, Xavier Le Roy, 2000 von Jérôme Bel, Giszelle, 2001 zusammen mit Eszter Salamon und Project, 2003, das gemeinsam mit 20 weiteren Choreographen entstand. Gleichzeitig initiierte er Gruppenprojekte wie Namenlos, 1998 und E.X.T.E.N.S.I.O.N.S., 1999. 2007 und 2008 war er Associated Artist am Centre National Chorégraphique de Montpellier, wo er das Ausbildungsprogramm ex.e.r.ce. mitleitet.

Fr 20 & Sa 21 August 2010, 20 Uhr
PACT Zollverein, Essen
Große Bühne
Bullmannaue 20
Lageplan Zollverein

Ticketverkauf

Eintritt: VVK € 11 (ermäßigt: € 6), AK: € 13 (ermäßigt: € 8)
Tickets erhältlich über PACT Zollverein

TicketCenter im Haus am Theater
I. Hagen 26
45127 Essen
tickets[at]theater-essen.de

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45127 Essen
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Aalto-Theaterkasse
Opernplatz 10
45128 Essen

Xavier Le Roy, (c) Vincent Cavaroc.Xavier Le Roy, (c) Vincent Cavaroc.Xavier Le Roy, (c) Vincent Cavaroc.