Fr 20 August 2010, 22.30 Uhr
Zeche Zollverein, Essen
SANAA-Gebäude

Eine Partnerveranstaltung der ISEA2010 RUHR
Audiovisuelle Performance

Das Projekt Quadrangle beschäftigt sich mit der Wirkung und Wahrnehmung des SANAA-Gebäudes, erbaut 2005/06 von dem japanischen Archiktektenduo SANAA, auf dem Gelände des Welterbes Zollverein in Essen. Es zeigt auf, wie audiovisuelle Techniken mit Hilfe von großskalierten Videoprojektionen die Wahrnehmung der Architektur kreieren, transformieren, erweitern und verstärken können.
Eingeleitet wird Quadrangle mit einer Ouvertüre und einem visuellen Countdown. Die beiden Komponisten aus Essen und Bochum verwenden dazu Klänge der Vergangenheit und der Gegenwart des Ruhrgebiets, transformieren diese zu einer Klangcollage und bringen sie mit den visuellen Elementen von Griduo in Einklang.
Zu Beginn spielt die Performance mit den graphischen Elementen des Gebäudes, als würden sich Projektion und Architektur langsam annähern, bis sich das Gebäude vor den Augen der Betrachter aufzulösen scheint und die feste Statik der Architektur gänzlich zu verschwinden scheint.

Quadrangle ist ein audiovisuelles Performance-Kooperationsprojekt des türkischen Künstlerduos Griduo, dem Medienkünstler Sebastian Neitsch und den Folkwang-Kompositionsstudenten Kerim Karaoglu und Hendrik Dingler.
Ein Schwerpunkt des Projektes ist der künstlerische Austausch des renommierten ICEM – Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Universität Essen und der Bilgi Universität Istanbul und somit auch der beiden europäischen Kulturhauptstädte Istanbul und Essen. Es entstand durch enge Zusammenarbeit der Künstler in der Türkei und in Deutschland.

Griduo besteht aus Alican Aktürk und Refik Anadol. Beide sind Absolventen und
unterrichtende Assistenten der Istanbuler Bilgi Universität im Bereich Visual Communication Design (VCD). Durch seine Arbeit im Bereich der Live-Video/Audio-Performance und Architekturfotografie ist das Duo vor allem an der Beziehung zwischen Architektur und Medien interessiert.

Hendrik Dingler und Kerim Karaoglu sind Studenten des Instituts für Computermusik und elektronische Medien (ICEM) der Folkwang Universität in Essen. Stücke von beiden wurden unter anderem bereits auf großen Festivals wie das Musicacoustica in Peking (China) oder dem Next Generation Festival im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe aufgeführt.

Sebastian Neitsch ist Diplomand der Hochschule für Kunst und Design Halle. Neben zahlreichen Lehraufträgen realisiert er hauptsächlich interaktive Installationen und kinetische Arbeiten, welche die eingeprägten Vorstellungen von Objekten aus dem Alltag hinterfragen.

Zeche Zollverein, Essen
SANAA-Gebäude
Gelsenkirchener Straße 209
Lageplan Essen

Eine Partnerveranstaltung der ISEA2010 RUHR,entwickelt und ausgeführt im Auftrag der Stiftung Zollverein in Kooperation mit der Folkwang Universität Essen und der Bilgi Universität Istanbul.
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und der Freunde Zollverein.