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ISEA2010 RUHR Keynotes
Harald Welzer (de) mit Marko Peljhan (si)

Sa 28 August 2010, 12–14 Uhr
Festivalzentrum, Duisburg-Ruhrort

Geo-Krisen: Vom Wissen zum Handeln

Territorialität ist heute zunehmend weniger an geografische Orte gebunden, sondern manifestiert sich statt dessen als ein facettenreiches Phänomen, in dem nationale und machtpolitische Ansprüche eine ähnliche Rolle spielen wie internationale Finanzströme, technische Infrastruktur und die Wahrnehmung durch die Massenmedien. Digitale Kommunikationstechnologien und die generelle Mobilität von Information erschaffen eine neue, global funktionierende territoriale Ordnung. Die Instabilitäten dieser neuen Ordnung können dabei nur unzureichend als Krisen beschrieben werden, sondern zeigen vielmehr die Funktionsgrenzen eines Systems auf, das über einige Jahrhunderte erfolgreich war. Neue kritische Methoden und Strategien sind vonnöten, um diese Situation zu analysieren und zu gestalten.

Marko Peljhan ist Konzeptkünstler und Aktivist, der an den Schnittstellen von Kunst, Technologie und Wissenschaft arbeitet. Gegenwärtig koordiniert er die I-TASC Aktivitäten und ist Professor an der University of California in Santa Barbara. Der Hartware MedienKunstVerein zeigt zurzeit unter dem Titel Arctic Perspective eine umfangreiche Ausstellung zu Peljhans aktuellen Projekten.

Harald Welzer ist Soziologe und Sozialpsychologe. Er ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research in Essen und Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten-Herdecke. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Erinnerungs- und Gedächtniskultur, sowie psychologische Holocaust- und Gewaltforschung.

Sa 28 August 2010, 12–14 Uhr
Festivalzentrum, Duisburg-Ruhrort
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