ISEA2010 RUHR Ausstellungen | TRUST


Dia-Sets, 2009–2010
Die Bilder in Mohaiemens Diaserien zeigen Momentaufnahmen der Zwischenräume zwischen politischem Alltag, Aktivismus und Medien in einer globalisierten Welt. Es ist ein fast beiläufiger Blick, der die Wirklichkeit aus der Perspektive von Handykameras betrachtet. Werbeposter, Demonstrationen, Polizeiaktionen, Straßenszenen und persönliche Details verschmelzen zu einer Geschichte über die Grundlagen von Vertrauen und Misstrauen in der digitalen Kultur.
Sound: Kaffe Matthews
Über den Künstler
Naeem Mohaiemen ist ein in Dhaka und New York lebender Künstler und Autor. Mit Text, Fotografie und Video erkundet er die Geschichte der internationalen Linken und das Entgleiten von Utopie und Dystopie.
Mohaiemens Projekte wurden unter anderem gezeigt bei Gallery Chitrak (Dhaka), Experimenter (Kolkata), Third Line (Dubai), Ashkal Alwan (Beirut), Queens Museum of Art (New York), Shedhalle (Zürich) und im Finnischen Fotografiemuseum. Er war einer der Organisatoren des Visible Collectives, einer Gruppe von Künstlern, Aktivisten und Anwälten, die mit einem Videoprojekt bei der Whitney Biennale 2004 (Wrong Gallery) vertreten war. Auszüge aus seiner aktuellen Forschung über ultralinke Bewegungen der 1970er Jahre werden bei der Sharjah Biennale 2011 gezeigt.
Naeem Mohaiemen arbeitet ebenfalls an aktivistischen Projekten in Bangladesh. Er schreibt über religöse und ethnische Minderheiten im Ain Salish Kendro Annual Report (askbd.org) und in der Tageszeitung Daily Star. In seiner Arbeit zwischen zwei unterschiedlichen Ländern untersucht er die Widersprüche zwischen dem marginalisierten Migrantenstatus von Bengalis in nördlichen Ländern und ihren mehrheitlichen (und autoritären) Status innerhalb Bangladeshs. Sein Film Muslims or Heretics: My Camera Can Lie, der aus diesem Arbeitsfeld stammt, wurde anlässlich einer Begleitkonferenz der EU Menschenrechtskommission im britischen Oberhaus gezeigt.
Jüngste Essays umfassen Everybody Wants To Be Singapore (Carlos Motta’s La Buena Vida/Democracy, 08), AdMan Blues (Indian Highway, Hans Ulrich Obrist, Serpentine Gallery, UK. 08), Fear of Muslim Planet: Hip Hop & Islam (Sound Unbound, MIT Press, Paul Miller ed. 08), Mujtaba Ali: Amphibian Man (Manifesta 7, European Biennial, Rana Dasgupta ed., Trentino. 08), These Guys Are Artists & Who Gives A Shit (Jamini Journal, Dhaka. 07), Beirut, Silver Porsche Illusion (Men of the Global South, Zed Books. 06), Why Mahmud Can’t Be a Pilot (Nobody Passes, Seal Press. 06), Enigma of Transit (The Book of Bangladeshi Fiction. 06), die Buchpublikation Collectives in Atomised Time (mit Doug Ashford, Idensitat Press. 09), und der Comic No Exit (mit Glenn Urieta, Secret Identities: Asian Superhero Comics, New Press, 09).
Mohaiemen studierte Wirtschaftswissenschaften und Geschichte und erhielt das Thomas Watson Fellowship, um die mündliche Geschichte des Völkermordes 1971 in Bangladesh zu untersuchen.
Weitere Informationen: Shobak
TRUST
30 Juli–5 September 2010
Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität
U3 Etage
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund
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KünstlerInnen der Ausstellung TRUST: Konrad Becker (at)
Sophie Bélair Clément (qc/ca)
Verena Friedrich (de)
HC Gilje (no)
Ariel Guzik (mx)
Joyce Hinterding (au)
knowbotic research (ch/at/de)
Joan Leandre (es)
Julien Maire (de/fr)
Seiko Mikami (jp)
Naeem Mohaiemen (bd)
Carsten Nicolai (de)
Antoine Schmitt (fr)
Milica Tomić (rs)




